Immer mehr Leute zieht es in die Stadt

image Es gibt immer weniger „Landkinder“. Wie ich auf diese These komme? Nun ja, Studien ergeben, dass immer mehr, vor allem Jüngere Erwachsene in die Stadt ziehen und dem Land entfliehen wollen. Doch warum ist das so?

Eine Zeit lang hat man vermutet, dass immer nur junge Menschen das Landleben aufgeben, um in die Stadt zu ziehen. Bildung war damals die Antwort auf die Frage. Doch warum? Natürlich meine ich jetzt nicht die Mittelschule oder Grundschule, ich meine eher das Studieren.

Oder kennen Sie etwa Universitäten, die auf dem Land angesiedelt sind? Aber auch der Einstieg ins Berufsleben scheint in den Städten einfacher zu sein als im kuscheligen Dorf. Doch nicht nur das, neuere Studien besagen, dass auch ältere Menschen mittlerweile ihr Idylle auf dem Land aufgeben, um das Stadtleben zu erkunden.

Früher haben sich die Kinder bzw. Enkel um die ältere Generation gekümmert, in dem heutigen Berufsstress ist da aber leider keine Zeit mehr. Deswegen müssen Pflegebedürftige Menschen in die Stadt ziehen um dort in einem Altenheim versorgt zu werden. Doch es muss gar nicht mal so weit kommen. Es reicht ja schon, dass die Sehkraft nicht mehr zum Autofahren reicht. Jeder von uns weiß wie lange man bis zum nächsten Supermarkt fahren muss. Man ist teilweise wirklich 10-15 Minuten unterwegs.

Dies zu Fuß zu bewältigen ist einfach nicht möglich. Vor allem im ALter. In der Stadt hat man alles viel bequemer und meist einen Supermarkt um die Ecke. Falls dieser vielleicht doch ein Stückchen weiter weg sein sollte steigt man einfach in den nächsten Bus und fährt die ein bis zwei Stationen zum nächstgelgenen Supermarkt. Auch hier gilt mein Argument: Das Stadtleben bietet einen Mehrwert an Unterhaltung und Freizeitangeboten.

Zum Shoppen oder ins Kino braucht man meist nicht lange und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oft schnell erreicht. Dazu kommt auch, dass man sich in der Stadt der Anonymität erfreuen kann. Sprich: Wenn etwas Peinliches passiert, kann man sichergehen, dass man die Person nie wiedersehen wird. Dies ist natürlich aber auch von der Größe der Stadt abhängig.

Eine große Stadt kann aber auch gewisse Nachteile haben. Zum Nachteil wird es, wenn Menschen in der Anonymität ihre Manieren verlieren und somit unangenehm auffallen. Manche sehen die Anonymität als Vorteil, manche als Nachteil. Die Tatsache, wenn man schnell etwas braucht und man damit zu X verschiedenen Nachbarn gehen kann die auf dem Land nebeneinander wohnen, finden viele sehr reizvoll.

Ich persönlich muss sagen, es gibt überall seine Vor- und Nachteile. Ich bin in der Stadt aufgewachsen und möchte das nicht mehr missen, andere sind auf dem Land aufgewachsen und kommen dort super zurecht. Deshalb ist in meinen Augen der Konflikt zwischen Land und Stadt überflüssig. Niemand kann von sich behaupten besser zu sein, denn der andere weiß ja nicht wie es ist komplett anders aufgewachsen zu sein.

Das ist nun mein Wort zum Sonntag. Ich hoffe sie konnten meine Argumente nachvollziehen und hiermit wünsche ich Ihnen ein wunderschönes Wochenende. Bei Fragen, fragen Sie einfach!